Johannes Macholdt mit Platz 4 bei der Triathlon Cross WM in Zittau

Bereits Anfang des Jahres bewies Johannes seine gute Cross-Form mit starken Auftritten bei diversen Wettkämpfen. Lohn dafür war die Nominierung für die Cross WM am vergangenen Wochenende in Zittau. Erstmals durfte er sich den deutschen Wettkampfanzug überstreifen und bei äußerst schwierigen Bedingungen mit Sportlern aus aller Welt um die Wette Schwimmen, Mountainbiken und Laufen. Trotz Krankheit mit Fieber noch 2 Wochen vor der WM zeigte er eine überragende Leistung und kam am Ende auf Platz 9 aller Amateure und einem sehr starken 4. Platz seiner Altersklasse ins Ziel. Hier folgend berichtet er selber vom Event und wie es ihm unterwegs ergangen ist.

Blueberry PhotoArt-4067Teil 5: Überglücklich und kaputt im Ziel

Nach einer Nacht in der es fast die ganze Zeit nur geregnet hat konnte ich dennoch relativ gut schlafen. Ich bin zwar schon eine Stunde vor dem klingeln des Weckers aufgewacht aber das störte mich nicht. Schon auf dem Weg zum Waschhaus fühlten sich die Beine sehr gut an.

Eine Stunde vor dem Start um 10Uhr war ich am Check-In und konnte meinen Wechselplatz aufbauen. Danach lief ich mich 15min ein. Hier fühlte sich auch alles super an. 9.40Uhr zog ich meinen Neo an und es ging zum einschwimmen.

Danach ging es an die Startlinie und dann kam der Startschuss. Blitzschnell rannten wir in mehreren Reihen auf einer Breite von ca. 80m ins Wasser. Ich konnte sogar bis zur ersten Boje mit den schnellsten Schwimmern im Feld mithalten. Das Feld zog sich kurz vor der zweiten Boje auseinander und eine kleine Führungsgruppe vergrößerte langsam den Abstand. Nach dem kurzen Landgang am Ende der ersten Runde blickte ich kurz zurück und freute mich, dass noch so viele Athleten hinter mir waren.

Auf der zweiten Runde begann es wieder richtig schlimm zu regnen und man hatte Probleme den Schwimmausstieg vom See aus zu sehen.

Bei Starregen ging es dann auch in die Wechselzone und dort verlor ich etwas Zeit beim Kampf mit den Radhandschuhen.

Auf dem Rad merkte ich, dass heute einiges möglich sein wird. Die etwa 6km lange Anfahrt in die Berge hielt ich mich noch ein wenig zurück. Ab dem ersten richtigen Berg gab es keine Zurückhaltung mehr. Wie entfesselt fuhr ich einen Anstieg und eine Kurve nach dem anderen. Nur auf den ganz harten Passagen zügelte ich mich, um nicht wieder Besuch von der Defekt-Hexe zu bekommen.

Es lief hier fast alles genau nach Plan. Auch wenn es die ganze Zeit bei 12Grad und Dauerregen sehr kalt war und ich leichte Probleme bekam den Lenker ordentlich fest zu halten. Wegen eines Ausweichmanövers infolge zweier gestützter Frauen kam es zu einer kleinen Kollision mit einem Felsen. Da zog ich mir eine 4cm lange Platzwunde auf dem Knie zu. Zum Glück war schon so viel Schlamm auf mir, dass die Wunde dadurch schnell aufgehört hat zu bluten. Gestört hat es jedenfalls nicht. Das lag auch eine meiner großen Motivation, denn ein paar Leute an der Strecke sagten, dass ich der 11 Mann sei der bis hier jetzt war. Was? 11? Wie cool ist das denn! So konnte ich bis zum Ende der Radstrecke ordentlich mit Druck auf der Pedale fahren.

Der zweite Wechsel lief sehr gut und es ging auf den sehr anspruchsvollen 9km Laufkurs. Hiermeldeten sich an den Steigungen dann doch mal die Oberschenkel. Auf den flachen Bereichen lief es dafür besser. Ich kämpfte von Kilometer 1 an mit einem Athleten aus Tschechien. Leider hat er am Ende 21Sekunden Vorsprung gehabt und ich landete dadurch in der Altersklasse auf Platz 4.

In der Gesamtwertung von allen „Nicht-Profis“ habe ich mir einen sehr guten 9.Platz gesichert. Und das bei der Weltmeisterschaft. Ich bin super zufrieden und total überwältigt und bekomme immer eine Gänsehaut wenn ich mir das selber sage.

Gewonnen hat ein Freund. Lars Erik Fricke hat mal wieder seine ganze Klasse unter Beweis gestellt und hat verdient den Titel des Weltmeisters verdient. Glückwunsch Lars.

Jetzt ist die ITU Cross Triathlon WM schon wieder Geschichte und morgen geht’s in die Heimat zurück. Mit neuen Plänen und Zielen für 2014!

Zu den Ergebnissen: >>>

Darüber hinaus freue ich mich auf die auch wunderbar organisierte Veranstaltung beim diesjährigen Jenaer Triathlon am 31.08.2014.

Bis dahin,
Johannes

Auch in der Zeitung gibt es einen schönen Bericht zum Wettkampf zu lesen. Danke an Anja Blankenburg für den schönen Artikel!

 

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