Der „Wille“ ist da – Fliegende Wechsel auf der Radstrecke beim Barchfelder Triathlon – Jenaer liefern sich spannendes Duell

Barchfeld/Jena. Manchmal sind es die Triathlonwettkämpfe fernab der sportlichen Heimat, bei der sich ausgerechnet befreundete Vereinssportler am Ende hinterher richtig glücklich fühlen. Es begann alles am Sonntag morgen um 6.30 Uhr, als Thomas Wille und Daniel Reinhardt auf dem Weg nach Barchfeld bei Bad Salzungen fuhren. Gute Wetteraussichten auf der Hinfahrt motivierte beide zusätzlich. Vor genau 14 Tagen war auch gutes Wetter, doch der Ausflug zum Hasse-Triathlon bei Braunsbedra wurde zur strapaziösen Hitzeschlacht. Daniel hatte bei diesem Wettkampf in Braunsbedra erstmalig die Erfahrung mit der tropischen Schwüle gemacht und eine neue „Bestzeit“ über 6km hingelegt (50 min). Aber es gilt den Blick nach vorne zu richten. Nachdem in Barchfeld alles im Wechselgarten positioniert war, ging es um 10 Uhr mit einem kurzen „Erfrischungsschwimmen“ über 400m (gemessene Distanz waren aber ca. 510m) gleich los. Daniel entstieg dem Kiessee nach 10:02 min, Thomas folgte mit 47 sec Abstand. Dieser Vorsprung genügte für Daniel, um sich auf der 20km (angegebenen) Radstrecke so richtig ins Zeug zu legen. Der Tacho blieb auf den ersten 9 km stets über 35 km/h, doch dann bahnte sich der Überholvorgang von Thomas an. Beide ließen aber im Rahmen der Wettkampfbestimmungen nicht locker und wechselten ca. noch 4x die „interne“ Führungspositionen auf dem Rad. „Als ich Thomas neben mir sah, war ich mir unsicher, ob ich sein Tempo mitfahren sollte. Da die Radstrecke aber flach war, versprach das eigene Fahrgefühl ein hohes Tempo. Doch am Ende stehen nach 5 km Lauf bevor, und ich wusste das Thomas ein guter Läufer ist. Da ich mich aber so richtig gut gefühlt habe und die Beine die hohe Tempoarbeit aushielten, konnten wir beide abwechselnd das Tempo forcieren und uns nahezu gleichzeitig im Wechselgarten einfinden“, so das mutmachende Fazit von Reinhardt. Ein problemloser Wechsel in das Schuhwerk und passende Kopfbedeckung dazu, konnten die abschließenden 5km in Angriff genommen werden. Thomas nutze die Gelegenheit, um ein kleines Energiegel einzunehmen, Daniel war unmittelbar hinter ihm. „Mir fiel auf, dass Thomas unerwartet langsam aus dem Wechselgarten lief, ich hab das aber auf die Einnahme des Gels geschoben. Da die Beine aber dank der hohen Trittfrequenz beim Radfahren wie von allein „losliefen“, hab ich das Tempo angezogen und schnell einen größeren Abstand zu Thomas aufgebaut. Ich erwartete aber dank seiner Laufstärke ein Überholmanöver ab der Hälfte der Laufstrecke“, fasst Reinhardt seine Eindrücke zusammen. Dieses blieb aber aus, bis auf den kollegialen Händeklatsch beim Entgegenkommen nach der Wendestelle. Wille konnte auf den letzten 2,5 km die Geschwindigkeit erhöhen, doch da war auf Reinhardt nichts mehr zu machen. Und so finishten Reinhardt auf Platz 20 und Wille auf Platz 23 von allen 86 Teilnehmern, gerade rechtzeitig zum ersten großen Wolkenbruch an diesem Tag. Doch da war im Auto der sportliche Zweikampf längst abgeklatscht.

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